Beugehaft http://beugehaft.blogsport.de Sat, 18 May 2013 16:47:17 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Sibylle & Sonja müssen raus! 30. Mai, 16-17h Knastkundgebung Preungesheim http://beugehaft.blogsport.de/2013/05/18/sibylle-sonja-muessen-raus-30-mai-16-17h-knastkundgebung-preungesheim/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/05/18/sibylle-sonja-muessen-raus-30-mai-16-17h-knastkundgebung-preungesheim/#comments Sat, 18 May 2013 16:44:18 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/05/18/sibylle-sonja-muessen-raus-30-mai-16-17h-knastkundgebung-preungesheim/

Wir sind nicht alle – es fehlen die Gefangenen !
Deshalb wollen wir zu unseren Protesten & Aktionen im Rahmen von Blockupy auch die Gefangenen miteinbeziehen und unseren beiden Genossinnen im Knast in Preungesheim einen lautstarken Besuch abstatten.
Seit August 2012 läuft der „RZ-Prozess“ in Frankfurt gegen Sonja und Christian. Sie wurden aus diesem Grund nach 30 Jahren im Exil im September 2011 von Frankreich an Deutschland ausgeliefert. Seitdem ist Sonja in Haft und wird im laufenden Verfahren beschuldigt, an Aktionen der Revolutionären Zellen in den 70er Jahren und an der Vorbereitung des Angriffs auf die OPEC-Konferenz beteiligt gewesen zu sein.
Auch Sibylle S. wurde in den 1980er Jahren wegen Aktionen der Revolutionären Zellen verurteilt und war jetzt als Zeugin geladen, um die 1978, nach der Explosion einer Bombe, dem schwer verletzten Hermann F. abgerungenen Aussagen zu bestätigen. Hermann hat später alle Aussagen zurückgezogen.
Sibylle verweigert jede Aussage, auch um das menschenverachtende Vorgehen gegen Hermann nicht noch im Nachhinein zu legitimieren. Dafür kam sie am 9. April 2013 für 6 Monate in Beugehaft, um ihre Aussage zu erzwingen.

Getroffen hat es eine – gemeint sind wir alle !
Unser Widerstand gilt damals wie heute dem kapitalistischen System, das verantwortlich ist für die Ausbeutung von Mensch und Natur, für Flucht, Vertreibung und Krieg und das sich zur Durchsetzung seiner Interessen aller Repressionsorgane bedient.

Gegen das europäische Krisenregime !
Weg mit der Beugehaft !
Wir werden keine Ruhe geben, bis wir ohne Knäste leben !!!

www.verdammtlangquer.org

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30.04.: Knastkundgebung Sibylle & Sonja müssen raus http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/25/30-04-knastkundgebung-sibylle-sonja-muessen-raus/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/25/30-04-knastkundgebung-sibylle-sonja-muessen-raus/#comments Thu, 25 Apr 2013 09:26:52 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/25/30-04-knastkundgebung-sibylle-sonja-muessen-raus/

Sibylle & Sonja müssen raus
30.4.2013 Vorabend-Knastkundgebung
18.00 bis 19.00 Uhr Ffm-Preungesheim

Solidarität mit Sonja und Sibylle !
Naziaufmarsch verhindern !
Seit September letzten Jahres läuft der „RZ-Prozess“ in Frankfurt. In diesem Zusammenhang sind mittlerweile 2 Frauen inhaftiert. Sonja ist seit September 2011 in Haft und wird im laufenden Verfahren beschuldigt, an Aktionen der revolutionären Zellen in den 70er Jahren und an der Vorbereitung des Angriffs auf die OPEC-Konferenz beteiligt gewesen zu sein. Das Verfahren gegen Christian wurde inzwischen aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt.
Sibylle S. wurde als Zeugin geladen, um die unter folterähnlichen Bedingungen dem schwer verletzten Hermann F. abgerungenen Aussagen zu bestätigen.
Sibylle verweigert jede Aussagen, auch um das menschenverachtende Vorgehen gegen Hermann nicht noch im Nachhinein zu legitimieren. Dafür kam sie am 9. April 2013 für 6 Monate in Beugehaft, um ihre Aussage zu erzwingen.
Die Kämpfe gegen Faschismus, Rassismus und den kapitalistischen Staat sind immer mit Knast und Repression konfrontiert. Deshalb wollen wir am Vorabend des Naziaufmarsches unsere Solidarität mit den Gefangenen vor dem Knast zum Ausdruck bringen.
Weg mit der Beugehaft !
Getroffen hat es eine – gemeint sind wir alle !
Wir werden keine Ruhe geben, bis wir ohne Knäste leben !!!
www.verdammtlangquer.org

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Dokumentation zum Prozess gegen Hermann, Sibylle und Sylvia (1980) http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/25/dokumentation-zum-prozess-gegen-hermann-sibylle-und-sylvia-1980/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/25/dokumentation-zum-prozess-gegen-hermann-sibylle-und-sylvia-1980/#comments Thu, 25 Apr 2013 09:23:51 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/25/dokumentation-zum-prozess-gegen-hermann-sibylle-und-sylvia-1980/ Sibylle wurde vor über 30 Jahren durch Aussagen von Hermann, die unter „Folterähnlichen“ Umständen erlangt worden sind, zu 15 Monaten Knast verurteilt. Die Broschüre, die wir jetzt hier zu Verfügung stellen, stammt aus dieser Zeit und beleuchtet den Prozess gegen die Genoss_innen Sibylle, Hermann und Sylvia. Sie enthält eine umfassende Pressesammlung, in ihr werden die Verbrechen der Repressionsbehörden an Hermann geschildert und sie enthält die Prozessberichte aus der damaligen Zeit.


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Radiobeitrag von radio dreyeckland http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/12/radiobeitrag-von-radio-dreyeckland/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/12/radiobeitrag-von-radio-dreyeckland/#comments Fri, 12 Apr 2013 17:35:22 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/12/radiobeitrag-von-radio-dreyeckland/ HIER geht es zum hörenswerten Radiobeitrag vom radio dreyeckland „Über 30 Jahre später: Beugehaft gegen Sybille im RZ Prozess.“

„Im sogenannten Revolutionären Zellen Prozess gegen Sonja Suder und Christian Gauger wurde gegen die Zeugin Sybille S. Beugehaft verordnet. Die ehemalige Lebensgefährtin von Hermann Feiling verweigert weiterhin die Aussage. Sie wurde am Dienstag den 9. April mit Handschellen aus dem Landgericht Frankfurt geführt und wird wohl 6 Monate in Beugehaft bleiben. Hermann Feiling soll unter folterähnlichen Zuständen belastende Aussagen gegen Sonja und Christian gemacht haben, die er allerdings später wiederrief. Wir sprachen mit Dandl von der Roten Hilfe über den Fall, Hintergründe zur Beugehaft und Chancen von Sybille aus der Haft heraus zu kommen.“

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Solidaritätsflyer bestellen! http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/12/solidaritaetsflyer-bestellen/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/12/solidaritaetsflyer-bestellen/#comments Fri, 12 Apr 2013 12:03:06 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/12/solidaritaetsflyer-bestellen/ Die Flyer werden gerade gedruckt und können von euch bestellt oder in einigen Tagen bei eurer Roten Hilfe-Ortsgruppe abgeholt werden.

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Im Prozess gegen Sonja Suder und Christian Gauger wurde heute Beugehaft gegen Sibylle S. angeordnet! Die Rote Hilfe ruft zur Solidarität auf! http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/im-prozess-gegen-sonja-suder-und-christian-gauger-wurde-heute-beugehaft-gegen-sibylle-s-angeordnet-die-rote-hilfe-ruft-zur-solidaritaet-auf/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/im-prozess-gegen-sonja-suder-und-christian-gauger-wurde-heute-beugehaft-gegen-sibylle-s-angeordnet-die-rote-hilfe-ruft-zur-solidaritaet-auf/#comments Tue, 09 Apr 2013 12:57:37 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/im-prozess-gegen-sonja-suder-und-christian-gauger-wurde-heute-beugehaft-gegen-sibylle-s-angeordnet-die-rote-hilfe-ruft-zur-solidaritaet-auf/ Am heutigen Prozesstag im so genannten Revolutionären Zellen (RZ) Prozess in Frankfurt am Main wurde Beugehaft gegen die Zeugin Sibylle S. verhängt. Die Beugehaft kann bis Ende des Prozesses andauern, maximal aber sechs Monate. Sie hatte die Aussagen als Zeugin konsequent verweigert, bekam nach Prüfung durch das Gericht jedoch kein umfassendes Aussageverweigerungsrecht nach §55 StPO („Gefahr der Selbstbelastung“) zugestanden.

Zusätzlich entschied das Gericht heute, das Verfahren gegen Christian Gauger abzutrennen. Ob es wegen Verhandlungsunfähigkeit eingestellt wird, ist noch nicht entschieden.

Sonja Suder und Christian Gauger wird vorgeworfen, an drei Aktionen der RZ in den 1970er Jahren beteiligt gewesen zu sein, Sonja Suder wird zudem vorgeworfen, dass sie Waffen für den Angriff auf die OPEC-Konferenz 1975 in Wien beschafft haben soll. Der Prozess läuft seit September 2012 und wird bis mindestens Ende August 2013 weitergeführt. Sybille S. sollte sich zum wiederholten Male zu den unter Folter erlangten Aussagen von Hermann Feiling äußern, die bezüglich der drei RZ-Aktionen das einzige Beweismittel der Staatsanwaltschaft sind.

Sybille S. war 1980 Mitangeklagte von Hermann Feiling, der 1978 durch einen Sprengsatz lebensgefährlich verletzt wurde; dabei verlor er sein Augenlicht, und beide Beine mussten ihm amputiert werden. Die Sicherheitsbehörden nutzten seinen orientierungslosen und schwer traumatisierten Zustand nach dem Unfall aus, isolierten ihn monatelang und verwerteten die ihm abgerungenen Informationen als Aussagen. Sobald er konnte, hat Herrmann Feiling diese so genannten Aussagen widerrufen und über die Umstände berichtet, wie die Polizei zu ihnen gekommen ist.

Das Beharren des Gerichts auf der dünnen Beweislage, die zudem unter menschenunwürdigen Umständen zustande gekommen ist, zeigt lediglich den auch heute noch ungebrochenen staatlichen Verfolgungswillen gegen militante Linke und den Versuch der Delegitimierung linker Politik.

Die Rote Hilfe ruft zur Solidarität mit der von Beugehaft betroffenen Sybille S. auf und wird alles in ihren Kräften Stehende tun, sie politisch, juristisch und finanziell zu unterstützen. Wir fordern die Einstellung des Verfahrens gegen Sonja Suder und Christian Gauger.

Wer hingegen Folteraussagen verwendet, foltert mit!

Wir fordern alle auf, sich mit der Zeugin zu solidarisieren und heute um 18 Uhr zur Spontandemonstration in Bornheim-Mitte, Frankfurt am Main, zu kommen.

Getroffen hat es eine, gemeint sind wir alle!

H. Lange für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

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Beugehaft gegen Sybille S. verhängt: Getroffen hat es Eine, gemeint sind wir Alle http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/beugehaft-gegen-sybille-s-verhaengt-getroffen-hat-es-eine-gemeint-sind-wir-alle/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/beugehaft-gegen-sybille-s-verhaengt-getroffen-hat-es-eine-gemeint-sind-wir-alle/#comments Tue, 09 Apr 2013 12:41:53 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/beugehaft-gegen-sybille-s-verhaengt-getroffen-hat-es-eine-gemeint-sind-wir-alle/ Im folgenden Dokumentieren wir einen Text vom Solidaritätskomitee Frankfurt am Main „verdammtlangquer“

Am heutigen Prozesstag im so genannten Revolutionären Zellen (RZ) Prozess in Frankfurt am Main wurden Beugehaft gegen die Zeugin Sibylle S. verhängt. Mit den Worten “So, Frau S., haben Sie sich das noch mal überlegt!” leitete Richterin Stock die versuchte Befragung ein. Und nachdem Sybille S. deutlich machte, dass sie an ihrer Aussageverweigerung festhält, verkündete die Richterin: “Das Gesetzt zwingt mich nun, jetzt die Beugehaft zu verhängen”.

Die Beugehaft kann bis Ende des Prozesses andauern, maximal aber sechs Monate. Sibylle hatte die Aussage als Zeugin konsequent verweigert, und bereits eine Geldstrafe zahlen müssen. Für die jetzt eingetretene Situstion ihrer Inhasftierungch hat sie eine Stellungnahme vorbereitet, die wir hier veröffentlichen.

Außerdem entschied das Gericht heute, das Verfahren gegen Christian von dem Verfahren gegen Sonja abzutrennen. Ob das Verfahren gegen Christian allerdings wegen Verhandungsunfähigkeit eingestellt wird, ist noch nicht entschieden.

Sybille S. sollte sich zum wiederholten Male zu den unter Folter erlangten Aussagen von Hermann Feiling äußern, die wegen der drei RZ-Aktionen das einzige Beweismittel der Staatsanwaltschaft sind.

Sybille S. war 1980 Mitangeklagte von Hermann Feiling, der 1978 durch einen Sprengsatz lebensgefährlich verletzt wurde, dabei verlor er sein Augenlicht und beide Beine mussten ihm amputiert werden. Die Sicherheitsbehörden nutzten seinen orientierungslosen und schwer traumatisierten Zustand nach dem Unfall aus, isolierten ihn monatelang und verwerteten die ihm abgerungenen Informationen als Aussagen. Sobald er konnte hat Herrmann Feiling diese so genannten Aussagen widerrufen und über die Umstände berichtet, wie die Polizei zu ihnen gekommen ist.

Das Beharren des Gerichts auf der dünnen Beweislage, die zudem auf menschenunwürdigen Umständen zustande gekommen sind, zeigt lediglich den auch heute noch ungebrochenen staatlichen Verfolgungswille gegen militante Linke und der Delegitimierung linker Politik.

Wir fordern alle auf, sich mit der Zeugin zusolidarisieren und heute um 18 Uhr zur Spondandemo in Bornheim-Mitte, Frankfurt am Main, zu kommen.

Getroffen hat es eine, gemeint sind wir alle!

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RZ-Prozess wird am 9. April fortgesetzt / Einer Zeugin droht Beugehaft http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/rz-prozess-wird-am-9-april-fortgesetzt-einer-zeugin-droht-beugehaft/ http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/rz-prozess-wird-am-9-april-fortgesetzt-einer-zeugin-droht-beugehaft/#comments Tue, 09 Apr 2013 12:35:51 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2013/04/09/rz-prozess-wird-am-9-april-fortgesetzt-einer-zeugin-droht-beugehaft/ Im folgenden Dokumentieren wir einen Text vom Solidaritätskomitee Frankfurt am Main „verdammtlangquer“

Am Dienstag, den 9. April, 9.00 Uhr wird der Prozess gegen Sonja Suder und Christian Gauger – der so genannte „RZ-Prozess“ – vor dem Landgericht Frankfurt ortgesetzt. Bereits seit September des vergangenen Jahres dauert dieser Prozess an, in dem den beiden Angeklagten vorgeworfen wird, in den 1970er Jahren an mehreren Anschlägen der “Revolutionären Zellen” (RZ) beteiligt gewesen zu sein. Außerdem wird der Komplex des Überfalls auf die Konferenz der erdölproduzierenden Staaten (OPEC) 1975 in Wien verhandelt.

An diesem ersten Prozesstag nach einer Pause ist als Zeugin Sybille S. vorgeladen worden. Sybille S. war 1980 Mitangeklagte von Hermann Feiling, der 1978 durch einen Sprengsatz lebensgefährlich verletzt wurde. Die Sicherheitsbehörden nutzten seine komatöse Situation nach dem Unfall aus, isolierten ihn monatelang und verwerteten die ihm abgerungenen Informationen als Aussagen. Sobald er konnte hat Herrmann Feiling diese so genannten Aussagen widerrufen und über die Umstände
berichtet, wie die Polizei zu ihnen gekommen ist.

Das Solidaritätskomitee hat in den vergangenen Prozesstagen mehrfach im und beim Gericht gegen die Verwertung dieser Folterprotokolle protestiert. Zuletzt hat sich der Republikanische Anwaltsverein (RAV) öffentlich gegen die Verwendung dieser Aussagen im Prozess geäußert: „RAV ist besorgt, dass Erkenntnisse aus unmenschlicher Behandlung in einem Frankfurter Staatsschutzverfahren verwertet werden sollen“ (Siehe: www.verdammtlangquer.org – http://is.gd/VXhkf6)

Sybille S. war bereits beim Prozess als Zeugin geladen worden. Auch wegen der Behandlung von Herrmann Feiling verweigert sie die Aussage. Eine Geldbusse als Ordnungsstrafe wurde bereits gegen die verhängt und ihr wurde angedroht, dass sie in Beugehaft genommen wird, sollte sie an ihrer Aussageverweigerung festhalten.

Mit der erneuten Vorladung von Sybille S. kündigt das Gericht an, an dem Plan festzuhalten, die durch folterähnliche Umstände zustande gekommenen Aussagen in den Prozess einzuführen.

Wer Folteraussagen verwendet, foltert mit!
Keine Beugehaft für Sybille S.

Kommt zum Prozess:
Dienstag, 9. April, 9:00 Uhr Konrad-Adenauer-Allee/Seilerstr.

Für den Fall, dass das Gericht die Drohung gegen Sybille S. wahr macht und Beugehaft verhängt, wird zu spontanen Protest am gleichen Tag aufgerufen:

18:00 Uhr, Bornheim-Mitte, Frankfurt

Solidaritätskomitee Frankfurt
www.verdammtlangquer.org
solikom (aett) linksnavigator.de

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Zum Tode von Christa Eckes http://beugehaft.blogsport.de/2012/10/24/zum-tode-von-christa-eckes/ http://beugehaft.blogsport.de/2012/10/24/zum-tode-von-christa-eckes/#comments Wed, 24 Oct 2012 21:12:21 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2012/10/24/zum-tode-von-christa-eckes/ Im folgenden Dokumentieren wir einen Text von Wolfgang von der Redaktion des „Gefangenen Infos“.

Christa bin ich in meinem Leben einige Male begegnet und uns verbindet eine gemeinsame Widerstandsgeschichte von bald 40 Jahren.

Kennengelernt habe ich sie im Herbst 1972 in Hamburg während des Prozesses gegen Margrit Schiller aus der RAF.

Christa kam aus trotzkistischen Zusammenhänge und wir stellten, zusammen mit vielen anderen Menschen und Gruppen, Öffentlichkeit zum Prozess her.

Trotz dem Einknicken vieler AktivistInnen damals aus der Achtundsechzigerbewegung vor dem Staat und den diversen Verhaftungen von Militanten aus der RAF im Sommer 1972, war es eine gute Erfahrung, das Solidarität mit diesen Eingesperrten möglich war.

Für mich war das, wie für viele Andere auch, dass ich zum ersten Mal einen Prozess gegen eine Militante aus der Guerilla solidarisch begleitete. Wir bekamen mit, wie die Klassenjustiz agierte und das Widerstand dagegen möglich war. Der Klassenfeind lernte aus seinen Fehler und später fanden Prozesse in militärisch abgesicherten Prozessbunkern wie in Stuttgart-Stammheim statt. Ich selbst erlebte hautnah, dass der Kampf auch vor dem Gericht offensiv geführt werden konnte. So erfuhr ich durch Margrit`s Prozesserklärung, dass alle, die sich in bewaffneten Gruppen organisiert hatten, aus Basisgruppen kamen. Sie z. B. kam aus dem SPK (Sozialistisches Patientenkollektiv).

Ein halbes Jahr später trafen sich Christa und ich wieder.

Am 19. April 1973 besetzten wir mit vielen anderen ein Haus in der Hamburger Ekhofstraße.

Die Aktion erfolgte auf Grund der Umstrukturierung des Stadtteils Hohenfelde, was heute wohl als Gentrifikation bezeichnet wird. Bei der Besetzung war die radikale Linke Hamburgs ein Anziehungspunkt. Wir waren ein Kontrapunkt zu den vielen Achtundsechzigern, die jetzt mit dem kapitalistischen System paktierten. Wir betrieben deswegen Stadtteilarbeit für die Bevölkerung, boten z. B. Beratung in Mietfragen an und praktizierten kostenlose medizinische Hilfe für die Menschen im Stadtteil und wehrten uns offensiv gegen Polizeikontrollen. Dadurch sprachen wir vor allem viele Jugendliche an, die selbst unzufrieden mit dem herrschenden System waren und auf der Suche nach Orientierung: es kamen Schulklassen zu Besuch, Unterprivilegierte wie Rocker zogen ein, weiterhin holten wir Jugendliche aus den Heimen und sie bekamen bei uns im Haus eine Bleibe .

Kurz vor der Räumung gaben wir unserem besetzten Projekt einen Namen: „Petra Schelm-Haus“. Petra wurde als erste Militante aus der RAF am 15. Juli 1971 in Hamburg während einer Fahndung erschossen.

Das Haus wurde am 23. Mai von einem Mobilen Einsatzkommando der Hansestadt geräumt. Erwogen wurde, den § 129 („Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“) gegen uns einzusetzen. 12, 14 und 16 Monate waren im anschließenden Verfahren für 3 von uns die „Höchststrafen“.

Einige von den HausbesetzerInnen wie Stefan Wisniewski, Bernd Rössner, Wolfgang Beer, Andreas Vogel und eben auch Christa haben sich später bewaffneten Gruppen wie der „Bewegung 2. Juni“ und der RAF angeschlossen.

Wolfgang und Christa wurden am 4. 2. 1974 als Mitglieder der RAF festgenommen.

Christa war wie alle Gefangenen aus der RAF 23 Stunden allein auf der Zelle. Sie wurden hermetisch von allen Inhaftierten und von allen Gemeinschaftsveranstaltungen abgesondert. Die soziale und die sensorische Isolation führt zur Aushungerung der Sinnesorgane der Gefangenen und kann dadurch zu lebensgefährlichen Zuständen führen. 9 Weggesperrte aus diesem Zusammenhang überlebten den Knast nicht.

Die Gefangenen aus der RAF waren bis zu 28 Jahren weggesperrt und wehrten sich in 10 kollektiven Hungerstreiks gegen diese Bedingungen.

Anfang 1981 kam Christa nach 7 Jahren aus dem Knast. Sie hatte sich an mehreren Hungerstreiks beteiligt. Zu dieser Zeit fand ein Hungerstreik der Gefangenen aus der RAF und des Widerstands statt, die ihre Zusammenlegung in große Gruppen forderte. Christa stürzte sich gleich wieder in die Solidaritätsarbeit für diese Inhaftierten und so kamen wir wieder zusammen.

In diesem Streik starb Sigurd Debus an Folgen der Zwangsernährung. Wie er genau verstarb, ist unklar, da Teile seiner Krankenakte „verschwunden“ sind.

Christa schloss sich wieder der RAF an und wurde am 2. 7. 1984 verhaftet. Insgesamt war sie 15 Jahre inhaftiert.

Ich schrieb ihr und besuchte sie mehrere Male im Bielefelder Knast.

1992 wurde Christa entlassen und wir arbeiteten gemeinsam bei den „Angehörigen der politischen Gefangenen“. Wir beteiligten uns an diversen Kundgebungen und anderen Initiativen, damit die Eingesperrten nach langer Haft bis zu 28 Jahren endlich aus dem Knast kamen.

Weiterhin war sie unserer Zeitschrift, dem „Gefangenen Info“, damals nannte es sich noch „Angehörigen Info“, eng verbunden. Neben Diskussionen sorgte sie durch viele Beiträge dafür, dass letztlich alle Gefangenen aus der RAF, viel zu spät, aber endlich 2011 raus kamen.

Zuletzt organisierten wir für Christa am 26. 1. dieses Jahres in Hamburg eine Veranstaltung mit ihrem Anwalt zusammen. Bekanntlich sollte sie ja in Beugehaft genommen werden, obwohl sie schwer erkrankt war. Kurz vor der Veranstaltung wurde bekannt, dass dank der solidarischen Öffentlichkeit, die Beugehaft gegen sie verhindert werden konnte

Nicht nur der Gefangene Faruk Ereren hatte gehofft, „dass Du nicht nur imstande bist, die Angriffe der herrschenden Klassen zu besiegen, sondern auch Deine Krankheit…“

Christa ist im Alter von 62 Jahren am 23. Mai 2012, dem 39. Jahrestag der Räumung der Ekhoffstraße, gestorben.

Viel zu früh.

Wolfgang von der Redaktion des „Gefangenen-Info“

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Beugehaft gegen Christa Eckes vorerst ausgesetzt http://beugehaft.blogsport.de/2011/12/16/beugehaft-gegen-christa-eckes-vorerst-ausgesetzt/ http://beugehaft.blogsport.de/2011/12/16/beugehaft-gegen-christa-eckes-vorerst-ausgesetzt/#comments Fri, 16 Dec 2011 12:08:34 +0000 Administrator Allgemein http://beugehaft.blogsport.de/2011/12/16/beugehaft-gegen-christa-eckes-vorerst-ausgesetzt/ mehr auf dem Blog, des Solikreises für Christa Eckes. KLICK

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